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Warum das Endprodukt prüfen? Weil hinter jedem Infusionsbeutel ein Patient steht.

Man kann ein Protokoll perfekt befolgen und trotzdem ein nicht konformes Produkt erhalten. Nur die Analyse des Endprodukts deckt das auf.

Eine Mitarbeiterin startet eine Analyse am QCRx® in einer Krankenhausapotheke
40 %der Zubereitungen mit einer Abweichung von mehr als 5 % zur Solldosis, mit oder ohne visuelle Doppelkontrolle (Simulation, HUG Genf)
Die Herausforderung

Jede Zubereitung betrifft die Sicherheit des Patienten. Und der Alltag der Krankenhausapotheke lässt wenig Raum für Fehler.

Zubereitungen pro TagKapazität des TeamsAktivitätsspitzeMoDiMiDoFr
Praxis

Eine Arbeitslast, die nicht nachlässt

Aktivitätsspitzen, Fluktuation, oft unterbesetzte Teams: Der Druck ist täglich spürbar, und die Aufmerksamkeit lässt im Lauf der Stunden nach.

Von der ärztlichen Freigabe zum Patienten< 1 härztliche FreigabePatientBestände der WocheGemcitabinVerfügbarCisplatinNachschubPaclitaxelLieferengpass
Ablauf

Immer engere Fristen

Unsichere Versorgung, Herstellung im Just-in-time-Takt, ein Patient, der nach der ärztlichen Freigabe wartet: Jede Minute zählt, und jeder Infusionsbeutel auch.

Mehrere Barrieren, und dennoch…FehlerDoppelkontrolleVideokontrolleWachsamkeit
Risiko

Ein Fehlerrisiko, das bestehen bleibt

Ermüdung, Zeitdruck, unvollständige Kommunikation: Selbst mit Doppelkontrolle oder In-Process-Kontrolle genügt es, dass sich die Lücken überlagern, damit ein Fehler durchrutscht.

Mehrere Publikationen zeigen, dass die Doppelkontrolle nicht alle Fehler beseitigt und dass Arbeitslast und Ermüdung das Risiko erhöhen. Die Quellen ansehen

Die visuelle Doppelkontrolle

Zwei Augenpaare reichen nicht. Die Studien bestätigen es.

3 von 7 Fehlernbei der visuellen Doppelkontrolle unbemerkt, Simulation der Hôpitaux Universitaires de Genève
Doppelkontrollevisuell
● Fehler erkannt● Fehler nicht erkannt

An den Hôpitaux Universitaires de Genève haben elf Mitarbeitende Spritzen unter realen Arbeitsbedingungen zubereitet, mit Markersubstanzen anstelle von Zytostatika. Die visuelle Doppelkontrolle erkannte nur 4 der 7 begangenen Dosisfehler. 40 % der Zubereitungen wichen um mehr als 5 % von der Solldosis ab, und die Doppelkontrolle änderte daran nichts.

Das sind 57 % der Dosisfehler, die erkannt wurden. Nur die Wägung hat alle erkannt, ohne die Dosen dadurch genauer zu machen (Carrez et al., J Oncol Pharm Pract, 2017).

Die Quellen ansehen →
Die bei manueller Zubereitung gemessenen AbweichungenNeun veröffentlichte Messungen, von 0,03 % bis 7,74 %, je nach gewähltem Schwellenwert und Methode+

Mehrere Teams haben diese Abweichungen gemessen, entweder durch Wägung jedes Schritts während der Zubereitung oder durch Analyse des fertigen Infusionsbeutels. Je nach Schwellenwert weisen bis zu 7,7 % der Zubereitungen eine Dosisabweichung auf. Die visuelle Doppelkontrolle korrigiert sie nicht: In der Genfer Studie hat sie die Genauigkeit der Dosen nicht verbessert.

Was gemessen wurdeRateZubereitungenGemessen durchStudie
Falsches Arzneimittel gescannt0,03 %15 843Barcode, während der ZubereitungReece et al., 2016
Wirkstoff durch die Analyse nicht bestätigt0,35 %5 742UV-Raman, fertiger InfusionsbeutelNardella et al., 2016
Abweichung von mehr als 4 % bei der Wägung der Spritze5,03 %15 843Wägung, während der ZubereitungReece et al., 2016
Dosisabweichung von mehr als 10 %2,25 %759 060Wägung, während der ZubereitungTerkola et al., 2017
Dosisabweichung von mehr als 15 %7,74 %4 458HPLC, fertiger InfusionsbeutelDelmas et al., 2009
Dosisabweichung von mehr als 15 %1,52 %5 742UV-Raman, fertiger InfusionsbeutelNardella et al., 2016
Dosisabweichung von mehr als 15 %0,20 %69 663FIA und HPLC, fertiger InfusionsbeutelDelis, Vigneron et al., 2015
Dosisabweichung von mehr als 20 %0,7 %7 382HPLC, fertiger InfusionsbeutelCastagne et al., 2011
Dosisabweichung von mehr als 20 %0,71 %759 060Wägung, während der ZubereitungTerkola et al., 2017

Zusammenfassung, vorgestellt beim GERPAC 2026 (Merienne und Carrez), anhand der Originalpublikationen geprüft, soweit zugänglich. Studien mit Wägung messen die Abweichungen während der Zubereitung, vor der Korrektur; analytische Studien messen den fertigen Infusionsbeutel. Die Quellen ansehen →

Die Alternativen

Es gibt Lösungen. Aber jede verlangt einen Kompromiss.

Chromatographie · 1 Probe25 min012 min25 min
Klassische analytische Kontrolle · HPLC

Präzise, aber langsam und anspruchsvoll

  • Sehr präzise analytische Referenz
  • Eine Methode pro Wirkstoff, späte Ergebnisse
  • Eigenes Labor und qualifiziertes Personal
In-Process-Wägung + Scan der Durchstechflaschegescanntverwendet!Quali?48,6 gQuantidas Gewicht stimmt, aber nichts beweist den richtigen Wirkstoff
Gravimetrische In-Process-Kontrolle

Genau bei der Dosis, indirekt beim Wirkstoff

  • Prüft die Menge, Wägung für Wägung
  • Wirkstoff nur über den Scan der Durchstechflasche geprüft
  • Trotz Scan kann die Durchstechflasche noch verwechselt werden
Inhalt?RECKamera 2 · IsolatorStunden an Aufnahmen zu sichten
Videokontrolle in-process

Rückverfolgbar, aber blind für das Endprodukt

  • Rückverfolgbarkeit jedes Handgriffs
  • Prüft nicht den Inhalt des Infusionsbeutels
  • Stunden an Aufnahmen zu sichten
Überwachung erforderlich!!!!!ein Programmierfehler wiederholt sich bei jedem Infusionsbeutel
Roboterautomatisierung

Automatisiert, aber unter Aufsicht

  • Reproduzierbare Handgriffe
  • Ständige Überwachung
  • Ein Programmierfehler wiederholt sich

In der Praxis beseitigt keiner dieser Ansätze allein das Fehlerrisiko am Endprodukt.


Und in Ihrer Krankenhausapotheke?

Fordern Sie eine persönliche Analyse an: Wir schätzen gemeinsam mit Ihnen anhand dieser Studien ab, welche Fehler Ihre Kontrollen durchlassen können.

Demo buchen
Dose Banding oder Rezeptur

„Wir stellen nur Rezepturen her.“ Genau dort zählt die analytische Kontrolle am meisten.

Jede Rezepturdosis ist einzigartig und jede Berechnung individuell: Das Risiko eines Konzentrationsfehlers ist dort höher. Der QCRx® eignet sich für beide Ansätze.

Der Vergleich in 8 KriterienDose Banding und reine Rezeptur im direkten Vergleich+
KriteriumDose BandingReine Rezepturherstellung
PrinzipStandardisierte Dosen in Bändern (±5 bis 10 % der theoretischen Dosis)Individuelle Dosis für jeden Patienten, berechnet nach der Körperoberfläche
ZubereitungKann vorab in Chargen hergestellt werdenPatientenindividuell, nach Bedarf
Risiko einer WirkstoffverwechslungVorhandenVorhanden
Risiko eines KonzentrationsfehlersVorhanden, aber durch feste Dosen begrenztHöher: Jede Dosis ist einzigartig, jede Berechnung individuell
Routine-EffektJa, dieselben Dosen wiederholen sichNein, die Variabilität ist ständig
BPP 2023Kontrollen nach Risikoanalyse festgelegt, Freigabe durch einen ApothekerKontrollen nach Risikoanalyse festgelegt, Freigabe durch einen Apotheker
SFPO, Empfehlung Nr. 17Eine dokumentierte Kontrolle für jede ZubereitungEine dokumentierte Kontrolle für jede Zubereitung
QCRx® geeignetJaJa
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Konformität mit den BPP 2023

Wenn die Rückverfolgbarkeit automatisch wird. Wird die Konformität zum Nebenprodukt der Prüfung.

Ihre Regelung

Deutschland: § 35 ApBetrO

Für parenterale Zubereitungen verlangt § 35 Abs. 6 ApBetrO eine Kontrolle durch eine zweite Person oder durch validierte elektronische Verfahren. Der QCRx® hilft Ihnen, diese Anforderung zu erfüllen: Er ist ein validiertes elektronisches Verfahren, das die fertige Zubereitung selbst prüft, Wirkstoff, Dosis und Trägerlösung. § 35 ApBetrO lesen

BPP 2023, Kapitel 4: echte Rückverfolgbarkeit

Jede Charge muss eine vollständige Dokumentation haben, mit der sich alle Arbeitsschritte nachvollziehen lassen. Für die Kontrollen enthält sie:

  • Die datierten und unterzeichneten Ergebnisse der durchgeführten Kontrollen
  • Die Schlussfolgerungen der physikalisch-chemischen Kontrollen
  • Die Identifizierung der Bediener
  • Die Aufzeichnung etwaiger Abweichungen und Zwischenfälle
  • Die Freigabeentscheidung mit Datum, Name und Unterschrift des Apothekers

Aufbewahrung: mindestens 1 Jahr nach dem Verfallsdatum der Charge, oder 10 Jahre, wenn die Daten der Rückverfolgbarkeit im Herstellungsregister dienen.

Kernpunkt · SFPO, Empfehlung Nr. 41
„Die Freigabeprüfung soll sich so weit wie möglich auf neue gravimetrische, analytische oder digitale Technologien stützen.“

Kapitel 6 und SFPO-Empfehlungen

Eine Zubereitung wird erst freigegeben, wenn ihre Qualität als zufriedenstellend beurteilt wurde, durch Entscheidung eines Apothekers und nach einer auf der Risikoanalyse beruhenden Strategie (Punkte 6.2, 6.69 und 6.70). Für die onkologische Pharmazie geht die SFPO noch weiter:

  • Eine dokumentierte Kontrolle für jede Zubereitung, mit dem Ziel, die visuelle Doppelkontrolle durch analytische, gravimetrische oder digitale Methoden zu ersetzen (Nr. 17)
  • Freigabeprüfungen unter pharmazeutischer Verantwortung (Nr. 19)
  • Eine jährliche Qualifizierung der Geräte, idealerweise durch ein vom Lieferanten unabhängiges Unternehmen (Nr. 4)

Der QCRx® ist ein Werkzeug für die analytische Kontrolle, keine Dokumentenmanagement-Software. Er erzeugt Kontrolldaten, die den Anforderungen entsprechen; ihre Einbindung in Ihr gesamtes Qualitätssystem liegt in Ihrer Verantwortung.

Quellen und weitere Informationen+
  • Eine systematische Übersichtsarbeit fand keine ausreichenden Belege dafür, dass die Doppelkontrolle Verabreichungsfehler gegenüber einer einfachen Kontrolle verringert (Koyama et al., BMJ Qual Saf, 2020).
  • Hôpitaux Universitaires de Genève (Carrez et al., 2017): In einer Simulation unter realen Arbeitsbedingungen (Markersubstanzen, 438 Spritzen) erkannte die visuelle Doppelkontrolle nur 4 von 7 Dosisfehlern und verbesserte die Genauigkeit der Dosen nicht.
  • Videosysteme in-process verbessern die Rückverfolgbarkeit, messen aber nicht die Endkonzentration der Zubereitung.
  • Mehrere Arbeiten verbinden berufliche Erschöpfung mit einer Zunahme von Medikationsfehlern; eine Metaanalyse schätzt, dass fast jeder zweite Apotheker von Burnout betroffen ist (48 %, Teoh et al., Value in Health, 2022).
  • Die HPLC bietet hohe Präzision, erfordert aber ein eigenes Labor, qualifiziertes Personal und eine Methode pro Wirkstoff. Die Methodenentwicklung ist lang und mühsam (Bazin et al., Int J Pharm, 2015).
  • Selbst die Roboterautomatisierung kann einen Fehler verstärken, wenn Programmierung oder Überwachung versagen (UCSF, San Francisco, 2013: Der Apothekenroboter bereitete getreu 38,5 Tabletten statt einer zu, ausgehend von einer falsch eingegebenen Verordnung).
  • SFPO-Empfehlungen: Wartezeit des Patienten unter einer Stunde nach ärztlicher Freigabe (Nr. 12), Herstellungsblöcke von höchstens 2 Stunden am Stück (Nr. 10).
  • ANSM. Bonnes pratiques de préparation. Entscheidung vom 21. Juli 2023.
  • SFPO. Empfehlungen: Anpassung der Ressourcen in der onkologischen Pharmazie, 2. Ausgabe. Juli 2019.
  • Merienne und Carrez. „Sitting of the GERPAC court: the trial of analytical control“. 29. Europäischer GERPAC-Kongress, Hyères, 2026. Zusammenfassung der unten genannten Studien.
  • Delmas A. et al. Quantitative and qualitative control of cytotoxic preparations by HPLC-UV in a centralized parenteral preparations unit. J Pharm Biomed Anal. 2009;49(5):1213-1220.
  • Nardella F. et al. A UV-Raman spectrometry method for quality control of anticancer preparations: results after 18 months of implementation in hospital pharmacy. Int J Pharm. 2016;499(1):343-350.
  • Delis B., Vigneron J. et al. Contrôle analytique des préparations cytotoxiques : bilan de 7 ans d'activité et perspectives. Pharm Hosp Clin. 2015;50(2):233-242.
  • Castagne V. et al. Cytotoxics compounded sterile preparation control by HPLC during a 16-month assessment in a French university hospital. J Oncol Pharm Pract. 2011;17(3):191-196.
  • Reece K.M. et al. Implementation and evaluation of a gravimetric i.v. workflow software system in an oncology ambulatory care pharmacy. Am J Health-Syst Pharm. 2016;73(3):165-173.
  • Terkola R. et al. Evaluation of real-time data obtained from gravimetric preparation of antineoplastic agents shows medication errors with possible critical therapeutic impact. J Clin Pharm Ther. 2017;42(4):446-453.
  • Carrez L. et al. Reliability of chemotherapy preparation processes: evaluating independent double-checking and computer-assisted gravimetric control. J Oncol Pharm Pract. 2017;23(2):83-92.
  • Koyama A.K. et al. Effectiveness of double checking to reduce medication administration errors: a systematic review. BMJ Qual Saf. 2020;29(7):595-603.
  • Bazin C. et al. Comparative analysis of methods for real-time analytical control of chemotherapies preparations. Int J Pharm. 2015;494:329-336.
  • Cataldi A. et al. Alertness of in-process controls: feedback on two production errors. CHI Poissy-Saint-Germain-en-Laye, GERPAC 2022.
  • Viault M. et al. Feedback: is it useful to watch all DrugCam® videos before delivery? CH de Niort, GERPAC 2022.
  • Cho H.N. et al. Implementation and evaluation of APOTECAchemo in a community cancer center: a comparative study of robotic versus manual antineoplastic preparation. J Pharm Technol. 2024;40(6):269-276.

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